Kulturreise

500 Jahre des Klosters Krusedol

Schon im Mittelalter haben die dichten Wälder der Fruska Gora die Zuflucht für die serbische Geistlichkeit, Kunst und Kultur geboten. Die 16 Klosteranlagen auf Fruska Gora liegen idyllisch in der natürlichen Landschaft des Nationalparks. Im Gegensatz zu den Stiften im Süden des Landes, wo die Anlagen bereits ab dem 12. und 13. Jahrhundert erbaut wurden, sind die Sakralbauten auf Fruska Gora erst ab dem 15. Jahrhundert erbaut worden. Wegen der hohen Dichte an noch immer aktiven Anlagen in diesem Gebiet wird Fruska Gora oft mit dem "Heiligen Berg" vergleicht.

Die Klöster stellen wegen ihrer Architektur, ihrer Heiligenbilder und Schatzkammern mit alten Handschriften und Büchern interessante kultur-historische Denkmäler dar. Die meisten Klöster wurden während der Herrschaft des serbischen Despoten Brankovic erbaut. Das bekannteste ist das Kloster Krusedol, in dessen Kirche im Innenhof Ikonen und Wandmalereien aus mehreren Jahrhunderten zu sehen sind. Das Kloster ist ebenfalls eine Stiftung des letzten serbischen Despoten. Erbaut wurde es zwischen den Jahren 1509 und 1516. Im Laufe der Geschichte wurde es mehrmals zerstört und wieder erneuert. Hier liegen einige Berühmtheiten der serbischen Geschichte begraben: Arsenije III Carnojevic, welcher der Anführer bei der Übersiedlung der Serben von Kosovo im Jahr 1690 war, Arsenije IV Jovanovic (Sakabenta), König Milan Obrenovic und Fürstin Ljubica Obrenovic. Auf Grund seiner reichen Sammlung hat das Kloster Krusedol den höchsten Stellenwert unter den Klöstern der Fruska Gora.

Die Muttergottes-Verkündigungskirche ist ein klassischer Dreikonchenbau mit einer polygonalen Kuppel, wie er in der Moravaschule häufig angewandt wurde. Die Rahmen der Fenster sind plastisch verziert.

Während der Barockisierung wurde ein Turm abseits der Kirche hinzugebaut. Das Kloster wurde mehrfach beschädigt und immer wieder erneuert. Der Konak (Schlafräume) geht auf den Meister Radivoje Obrenovic 1759 zurück. Das Innere wurde im 16. Jahrhundert mit Wandmalereien ausgestattet, die zwei Jahrhunderte später durch Ölmalereien überdeckt wurden. Die ursprüngliche Malschicht tritt an den Säulen hervor. Die Wandbilder aus Öl zeigen Propheten, Apostel, Einsiedler. Dank einer Signatur konnte der Stifter und Metropolit Maksim identifiziert werden. Es ist eine der raren Darstellungen eines Herrschers des 16. Jahrhunderts. Im Naos erkennt man die Hochzeit in Kanaa, die Vertreibung der Händler, die Begegnung Jesu mit Martha und Maria. in der Vorhalle sehen wir Soldatenheilige, Maria Entschlafen an der Westwand und die Ermordung der Unschuldigen an der Südwand. Außen an der Westwand wurden Reste eines Jüngsten Gerichtes aus dem 16./17. Jahrhundert entdeckt.

Die Ikonostase weist drei Ränge auf und ist nicht in einem Guss entstanden. Ältester und wertvollster Teil ist die Deesisdarstellung. Die Kreuzigung mit den Nebenikonen und das „nichtschlummernde Auge“ sind Werke eines unbekannten Meisters von 1653. Die Ikonen von Christus und der Muttergottes von 1745 werden dem Kiewer Ivan Vasilevic zugeschrieben. Der Einfluss verschiedener Kulturen wurde durch Künstler aus Serbien, Russland, Österreich und Ungarn zu einem neuen Ganzen verschmolzen.

Das Kloster besaß die reichste Schatzkammer der Vojvodina, die wertvollsten Exponate wurden nach Belgrad gebracht. In diesem Jahr (2009) feiert das Kloster 500 Jahre. Anlässlich des großen Jubiläums haben viele Stifter sowie der Staat geholfen, dass man die Gasthöfe erneuert, die Grünanlage um das Kloster wurde eingerichtet und die Mauer erneuert.

Serbien Wissenswertes

Hier erfahren Sie Wissenswertes über den Tourismus in Serbien.  
Wir stellen Ihnen die verschiedenen Bereiche der serbischen Kultur vor!
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Добродошли у Србију!
(Dobro doschli u srbiju)

Serbien Reiseland

In den letzten Jahren steigt das Interesse an Studienreisen, Kulturreisen und Urlaubsreisen nach Serbien stetig an, so das Serbien im Gegensatz zu weiten Teilen Europa jährlich neue Besucherrekorde aufstellt. Die Tourismus - Lokomotive dieses Binnenlandes liegt in den Kulturschätzen die man in einer außergewöhnlich Hohen Konzentration bei einander findet. Alleine 7 serbische Kirchen und Klöster finden sich auf der UNESCO Liste, dazu kommt noch Palast des Römischen Imperators Galerius der Galerius-Palast bei Gamizgrad.

17 Römische Kaiser wurden auf dem Territorium des heutigen Serbiens geboren, unter diesen war auch Konstantin der Große der in Naisus (Nis) geboren wurde. Er war die treibende Kraft in Rom für Religionsfreiheit und somit legte er den Meilenstein für das Christentum in Europa und auf der Welt. Im zu Ehren fanden im Jahr 2013 zahlreiche Feierlichkeiten in ganz Serbien statt.

Die ältesten Europäischen Kulturen Lepenski Vir (6500 - 5500 Jahre vor Christus) und die Vinca Kultur (5500 - 3500 Jahre vor Christus) haben ihre Spuren in Serbien hinterlassen, und heute kann man dieses Spuren an den Ausgrabungsorten besichtigen. In Serbien können Sie über 8500 Jahre zurück in die Geschichte reisen und somit weiter zurück als mit den Pyramiden in Ägypten!

Neben diesen Kulturen Sehenswürdigkeiten findet man in Serbien 5 Nationalparks unter Ihnen auch der National Park Tara mit seiner großen Schlucht, atemberaubende 1.300 Meter hohe Felswände bringen die Besucher bei einem Ausflug zu Wasser ins Staunen. Der Nationpark Fruska Gora ist dank seiner 17 Klosteranlagen aus dem Mittelalter im Volksmund bei den serbischen Christen auch als der serbische heilige Berg bekannt.

Mit Belgrad, Novi Sad und Nis bieten die drei modernsten serbischen Großstädte eine Vielzahl an Möglichkeiten einen Kurzurlaub zu verbringen, ob bei dem Besuch der Oper in Belgrad, oder der Zahlreichen und Weltweit bekannten Nachtclubs am Fluß Sava, für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel bietet Serbien seinen Gästen genau das richtige!

Kloster Mileseva

Das Kloster Mileseva wurde in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts
erbaut.


An der Westseite des Klosters befindet sich die wohl bekannteste aller
Fresken: die Freske des weißen Engels. Das erste Videosignal, welches
1963 via Satellit von Europa nach Amerika ging, beinhaltete Bilder des
weißen Engels. Dieselben Bilder wurden einige Zeit später ins Weltraum
gefunkt um eventuell vorhandenen Außerirdischen ein Bild der
Liebe und des Friedens zu schicken.

Das Kloster liegt im Westen von Serbien und ist von hohen Bergen
umringt. Die Berge sind zum Teil weit über 1.700 hoch. Nur die abgelegenen
Kloster in Serbien haben während der Osmanischen Fremdherrschung
Ihr überleben sicher können.

 

 

 

Belgrad und das Mittagsläuten der Glocken

Wenn die Glocken mittags um 12 Uhr in allen Christlichen Gemeinden auf der Welt läuten dann ist dieser Brauch auf die Belagerung Belgrads durch die Osmanen zurück zu führen. Papst Kalixt III (1378 – 1458) ordnete am 29. Juni 1456 an, dass eine oder mehrere Kirchenglocken die Gläubigen durch ihr Geläut dazu aufrufen sollten um für die Verteidiger Europas vor dem Osmanischen Reich zu beten. Kurz darauf wurde das Heer des Sultan Mehmed II am 22. Juli 1456 trotz seiner Übermacht vor den Toren Belgrads geschlagen.

 

Über einen Monat später am 06. August 1456 erhielt Papst Kalixt III die erfreuliche Nachricht über den Sieg der Christen vor den Toren Belgrads. Die Päpstliche Anordnung wurde aufgrund der weiterhin bestehenden Bedrohung durch die Osmanen bis heute beibehalten. In den Sprachgebrauch ging es auch als Türkenleuten ein.

 

 

 

 

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